Dienstag, 10.01.2017, 19.30 Uhr, Diele Altes Rathaus, Markt 1, 97421 Schweinfurt

Prof. Dr. Wolfgang Weiß (Würzburg), Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn (1573-1617): Leben – Werk – Urteil

(in Zusammenarbeit mit dem Universitätsbund Würzburg, Tochtergesellschaft Schweinfurt)

Im Jahr 2017 jährt sich der Todestag des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn (1545-1617) zum 400. Mal. Julius Echter hat in seiner Regierungszeit Mainfranken nachhaltig und bis heute sichtbar geprägt. An Echter erinnern Kirchen sowie Herrschafts- und Schulbauten ebenso wie die Universität Würzburg und das Julius-Spital. Es gab und gibt aber auch Kritik an Echters Amtsführung: die Vorgänge um die Vertreibung von Gegnern des katholischen Glaubens (von besonderer Bedeutung für die Reichsstadt Schweinfurt), die Bedrängung und Enteignung von Juden, die Verfolgung und Hinrichtung vermeintlicher Hexen. Für die Diözese Würzburg ist der 400. Todestag deshalb Anlass, sich mit der Persönlichkeit des Fürstbischofs, seinem Wirken und seiner Nachwirkung in einer Vielzahl von Veranstaltungen auseinanderzusetzen. Wolfgang Weiß ist Inhaber der Professur für Fränkische Kirchengeschichte und Kirchengeschichte der neuesten Zeit am Institut für Historische Theologie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. In Schweinfurt ist er u. a. durch seine Mitarbeit am Projekt „Spurensuche 1806-2006. 200 Jahre Pfarrei Heilig Geist“ bekannt.

Donnerstag, 23.02.2017, 19:00 Uhr, Kunsthalle im ehemaligen Ernst-Sachs-Bad, Rüfferstr. 4, 97421 Schweinfurt

Andrea Brandl M.A. (Schweinfurt), Führung durch die Ausstellung „Heiko Herrmann – Verzurrte Welt“ (im Anschluss an die Mitgliederversammlung)

Eintritt: frei

Dienstag, 12.09.2017, 18:00 Uhr, Diele des Alten Rathauses, Markt 1, 97421 Schweinfurt

Prof. Dr. Matthias Stickler (Universität Würzburg), „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“ – Überlegungen zu den weltanschaulichen Grundlagen und zur praktischen Umsetzung einer totalitären Ideologie  

(in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Schweinfurt)

Eintritt: frei

Der von Marx und Engels systematisierte „wissenschaftliche Sozialismus“ („Marxismus“) wurde von Lenin erweitert zu einer unmittelbar praxisorientierten Revolutionsideologie („Marxismus-Leninismus“, verkürzt „Kommunismus“). Ausgehend von Sowjetrussland, entstand seit 1917 ein imperiales System, dessen Führungseliten für sich in Anspruch nahmen, auf der Basis wissenschaftlich gesicherter und damit unwiderlegbarer Erkenntnisse die Befreiung der Menschheit zu erreichen und eine ideale klassenlose Gesellschaft zu errichten. In der Praxis erwies sich diese für viele Menschen attraktive Weltanschauung als ideale Rechtfertigungsideologie für den Aufbau eines totalitären Staates, der nach außen aggressiv und nach innen repressiv auftrat, weil die kommunistischen Führungseliten als Folge ihres Anspruchs auf die absolute Wahrheit die komplexe soziale Wirklichkeit in ein striktes Freund-Feind-Schema pressten. Begleitvortrag zur Ausstellung „Der Kommunismus in seinem Zeitalter“.

Donnerstag, 14.09.2017, 19:30 Uhr, Martin-Luther-Haus, Bodengasse 1, 97421 Schweinfurt

Dr. Uwe Müller (Stadtarchiv Schweinfurt), „Anno 1542 als das Wort Gottes allhier aufkommen“ – Die Einführung der Reformation in der Reichsstadt Schweinfurt 1542 

(in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Schweinfurt, den Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt, der Volkshochschule Schweinfurt und dem Evangelisch-Lutherischen-Dekanat Schweinfurt)

Eintritt: 3,00 €

Anhand zeitgenössischer Quellen wird der Prozess der Vorbereitung, Durchführung und Konsolidierung der Reformation seit den 1520er Jahren bis zur Annahme der Konkordienformel, dem verbindlichen Glaubensbekenntnis der Lutheraner, im Jahre 1577 dargestellt.

Donnerstag, 05.10.2017, 19:00 Uhr, Museum Gunnar-Wester-Haus, Martin-Luther-Platz 5, 97421 Schweinfurt

Dr. Uwe Müller (Stadtarchiv Schweinfurt), Führung durch die Ausstellung „Anno 1542 alß das Wortt Gottes alhier auffkommen“ – Die Einführung der Reformation in der Reichsstadt Schweinfurt 1542. Ausstellung des Stadtarchivs Schweinfurt und der Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt anlässlich des 475jährigen Reformationsjubiläums 1542 – 2017

Eintritt: 1,50 €


Donnerstag, 12.10.2017, 19:30 Uhr, Martin-Luther-Haus, Bodengasse 1, 97421 Schweinfurt

Prof. Dr. Horst Brunner (Universität Würzburg), Luther und das deutsche Kirchenlied im 16. Jahrhundert 

(in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Schweinfurt, den Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt, der Volkshochschule Schweinfurt und dem Evangelisch-Lutherischen-Dekanat Schweinfurt)

Eintritt: 3,00 €

Das noch immer aktuelle Kirchenlied verdankt seine Entstehung Luther. Seit 1523 schuf er Lieder unterschiedlicher Art, deren Vorbild bis heute zahlreiche weitere Autoren inspirierte. Viele Texte des 16. Jahrhunderts werden auch heute noch gesungen. Auch weitere religiöse Gruppen – Böhmische Brüder, Wiedertäufer, Calvinisten, Katholiken – trugen damals zum Liederschatz bei; eine Sonderrolle nimmt Hans Sachs ein.

Donnerstag, 26.10.2017, 19:30 Uhr, Martin-Luther-Haus, Bodengasse 1, 97421 Schweinfurt

PD Dr. Markus Müller (Gutenstetten), Das Schweinfurter Konfessionsbild

(in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Schweinfurt, den Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt, der Volkshochschule Schweinfurt und dem Evangelisch-Lutherischen-Dekanat Schweinfurt)

Eintritt: 3,00 €

Donnerstag, 16.11.2017, 19:30 Uhr, Martin-Luther-Haus, Bodengasse 1, 97421 Schweinfurt

PD Dr. Frank Kleinehagenbrock (Universität Würzburg), Die Stadt der Standhaften. Der Prozeß der lutherischen Konfessionalisierung in Schweinfurt bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges

((in Zusammenarbeit mit dem Stadtarchiv Schweinfurt, den Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt, der Volkshochschule Schweinfurt und dem Evangelisch-Lutherischen-Dekanat Schweinfurt)

Eintritt: 3,00 €

Die Reichsstadt Schweinfurt war umgeben von Territorien, in denen die Gegenreformation durchgeführt wurde, z. T. mit großem Nachdruck und reichsrechtlich fragwürdigen Methoden. Dabei ging es nicht nur um die Frage des wahren Glaubens, sondern auch um konkurrierende Herrschaftsrechte und deren Durchsetzung. Dies prägte auch die lutherische Konfessionalisierung der Reichsstadt, das heißt die langfristige soziale und kulturelle Durchsetzung des Luthertums. Diese Entwicklung wurde nicht zuletzt durch eine Vielzahl von lutherischen Exulanten, die aufgrund ihrer Treue zum lutherischen Bekenntnis Ihre Heimatorte verließen und als Bürger und Einwohner in die Stadt aufgenommen wurden, mitgeprägt. Im Westfälischen Frieden wurde schließlich nicht nur der Augsburger Religionsfrieden mit der Sicherung des Luthertums bestätigt, sondern auch die reichsrechtliche Stellung der Reichsstädte.

Donnerstag, 23.11.2017, 19.00 Uhr, Kunsthalle im ehemaligen Ernst-Sachs-Bad, Rüfferstr. 4, 97421 Schweinfurt

Dr. Bernd Steidl (München), Römer und Germanen am Main 

(in Zusammenarbeit mit den Musen und Galerien der Stadt Schweinfurt)

Eintritt: 5,00 €

Der Main verbindet in seinem langen und gewundenen Lauf die Siedlungsgebiete der Germanen und Römer. Die politischen Beziehungen zwischen beiden Gesellschaften wechselten über die Jahrhunderte mehrfach. Doch stets war Rom an dem Zugriff auf die wichtige Ressource Holz in den ausgedehnten Wäldern Germaniens interessiert. Dies hatte erhebliche Auswirkungen auf die Entwicklung in der Mainregion. Dr. Bernd Steidl ist Stellvertretender Direktor der Archäologischen Staatssammlung München und gehörte von 2003-2010 der Deutschen Limeskommission an. In dem Band „Römer und Germanen am Main“ (2016) legte Steidl eine Zusammenfassung der Ergebnisse seiner langjährigen Beschäftigung mit dem Forschungszweig der römisch-germanischen Beziehungen vor.